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Pressemeldungen

Von der Voltastraße in Frankfurt nach Friedrichsdorf-Köppern

50 Jahre PROFIL Verbindungstechnik

Die 1960er Jahre waren die Zeit des „Wirtschaftswunders“. Nach der Wiederaufbauphase wurden neue Produkte und neue Technologien entwickelt und verhalfen der noch jungen Bundesrepublik Deutschland zu einem Erstarken ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft. Als 1962 der Präsident der US-amerikanischen "Multifastener Corp." und der Geschäftsführer der "Firma Günther & Co.V", Frankfurt am Main, sich zur Einführung der bis dahin nur in den USA eingesetzten selbststanzenden Muttern in Europa entschlossen, strebten sie eine positive Absatzentwicklung an, konnten jedoch nicht absehen, welche Erfolgsgeschichte sie begonnen hatten.

Die selbststanzende Mutter, ein kleines quadratisches Produkt, nicht viel größer als ein Daumennagel, war eine wichtige Neuerung im europäischen Automobilbau. Durch die Verwendung dieses auf den ersten Blick unscheinbaren Teiles konnte der Karosseriebau optimiert werden, durch das Wegfallen zahlreicher Schweißpunkte an den notwendigen Blechverbindungen wurden Qualitätsmängel vermieden, Energie gespart und eine deutliche Produktivitätssteigerung bei der Verarbeitung erreicht. Vorteile, die in dieser nachfragestarken Zeit, im Automobilbau von hohem Interesse auf Seiten der Hersteller waren.

Die Adam Opel AG in Rüsselsheim war 1963 der erste Abnehmer, der das neue Produkt und die veränderte Produktionstechnik in den Herstel lungsprozess übernahm. VW Wolfsburg, Daimler Benz und andere Automobilhersteller – auch in Frankreich und Italien – folgten nicht viel später.

PROFIL-Gründung 1965

Auf der Grundlage dieses Anfangserfolgs wurde dann 1965 ein neues Unternehmen unter dem Namen "PROFIL Einpressmuttern GmbH & Co. KG" mit Sitz in der Voltastraße in Frankfurt am Main gegründet, mit dem Geschäftszweck der Herstellung und dem Vertrieb von Verbindungselementen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Bereits 1965 hatten alle in Deutschland ansässigen Automobilhersteller die kleinen Stanzmuttern als hervorragende Ergänzung im Karosseriebau entdeckt.

Ein zweite Grundlage für den nachhaltigen Geschäftserfolg, die heute höchste Bedeutung für PROFIL hat, wurde damals bereits ebenfalls begründet: Die anwendungstechnische Beratung, die den Kunden vor Ort unterstützt, um aus einem Produkt eine individuelle Anwendungslösung zu kreieren, die in einem automatisierten Verarbeitungsprozess beim Kunden realisiert wird.

Rasches Wachstum

Der rasch steigende Absatz und die wachsende Mitarbeiterzahl führten dazu, dass die durch Günther & Co. zur Verfügung gestellten Fertigungshallen Anfang der 1970er Jahre zu klein wurden. Da eine räumliche Erweiterung hier nicht mehr möglich war, wurde 1972 im heutigen Friedrichsdorfer Ortsteil Köppern ein Grundstück gekauft und das 1973 fertig gestellte PROFIL-Werk errichtet.

Mit dem Umzug nach Köppern wurde der Firmenname nun in‚ "PROFIL Verbindungstechnik GmbH & Co. KG" geändert und so ins Friedrichsdorfer Gewerbeverzeichnis eingetragen. Bereits 1975 belief sich der Stanzmuttern-Absatz aus dem Köpperner Werk auf 100 Mio. Stück und 1982 hatten hier 75 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz gefunden.

Zahlreiche Modifizierungen im Zuführungsprozess der Muttern, initiiert durch die Techniker der PROFIL, sowie Produktverbesserungen führten zu einer kontinuierlichen Steigerung der PROFIL-Umsätze, bis 1980 eine neue Generation von Verbindungselementen vorgestellt werden konnte, die unter der Bezeichnung ‚Stanzbolzen und Rundschultermuttern‘ nun den sich verändernden Anforderungen im Karosseriebau Rechnung trugen. Durch neue Anforderungen an das Crashverhalten der Fahrzeuge wurden Verbindungselemente notwendig, die bei hohen Klemmkräften dynamisch hoch belastbar sind. Die erste Patentanmeldung für eines dieser im Hause PROFIL entwickelten Produkte – selbststanzender Bolzen -, erfolgte 1980, die Erteilung des Patents dann 1984.

Gründung der STABO

Die neuen, im Gegensatz zum rechteckigen Ausgangsprodukt, "runden" Verbindungselemente werden auf Kaltschlagmaschinen hergestellt, die sich von den in Köppern installierten Maschinen deutlich unterscheiden. Ein eigens dafür errichtetes Werk mit dem Namen "STABO Verbindungstechnik" wurde 1985 in Fulda in Betrieb genommen und komplettiert seitdem die Produktpalette der PROFIL-Gruppe. Der wachsende Absatz der "runden" Verbindungselemente machte es bereits 1990 nötig, die Produktionsanlagen in Fulda zu erweitern. Im Jahre 2000 überstieg die Zahl der produzierten "runden" Elemente dann erstmalig die Zahl der rechteckigen Befestigungselemente. Das Produktportfolio der PROFIL-Gruppe umfasst heute mehr als 400 Typen von Verbindungselementen. Mit einer Vielzahl von Patenten werden die Verbindungselemente und die dazugehörige Anwendungstechnik weltweit abgesichert.

PROFIL international

Die von Beginn der Unternehmenshistorie an sehr große Nähe zum Kunden durch die konsequente individuelle Anwenderbetreuung (und damit verbunden die Möglichkeit der Produktdiversifizierung und -neuentwicklung) begründet den nachhaltigen Geschäftserfolg als Systemanbieter ebenso wie die hochwertigen Produkte selbst. PROFIL ist heute international ausgerichtet: Zur Unternehmensgruppe gehören nunmehr die im Laufe der Zeit gegründeten sechs europäischen Vertriebsniederlassungen in Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien, Tschechien und der jüngsten Vertriebsniederlassung in den USA (Detroit). Eine Kooperation mit dem Handelshaus Jebsen Automotive Technik öffnet der PROFIL-Gruppe seit 2008 den Absatzmarkt China / Asien.

Ende 2014 machte PROFIL einen weiteren Schritt nach vorn: Ursprünglich als US-amerikanisch- deutsches Unternehmen gegründet, dann als deutsches Unternehmen weitergeführt, hat PROFIL die erfolgreiche Strategie der US-amerikanischdeutschen Kooperation der Gründungsphase wieder aufgegriffen. PennEngineering mit Sitz in Danboro / Pennsylvania / USA, selbst Hersteller von Verbindungselementen, hat die PROFIL-Gruppe im Jahr 2014 übernommen. Aufgrund der starken Marktposition der PROFIL-Gruppe und des geschätzten Markennamens in der Industrie kann das Unternehmen die Geschäfte eigenständig weiterführen und gleichzeitig die sich bietenden Möglichkeiten des neuen Gesellschafters nutzen. Daraus ergibt sich für beide Partner eine Win-Win-Situation und stärkt die Weltmarktposition der gesamten Gruppe.

Die PROFIL-Gruppe hat heute insgesamt ca. 280 Mitarbeiter und gehört zu den größten Friedrichsdorfer Unternehmen. Sie signalisiert in hohem Maße Produktqualität und deutsche Unternehmenskultur. PROFIL ist Ausbildungsbetrieb, engagiert sich im Rahmen des Stadtmarketingprozesses für Friedrichsdorf und pflegt den Kontakt zu Bürgermeister und Magistrat.
Die Redaktion des Wirtschaftslebens wünscht dem Unternehmen viel Erfolg bei allen zukünftigen Aktivitäten.

PROFIL Verbindungstechnik GmbH & Co. KG
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61381 Friedrichsdorf
Tel: +49 (0)6175 799 0
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